Mitsubishi benutzte 'High-Speed ​​Coast Down Test' zum Betrügen

Mitsubishi eK WagonMitsubishi gab letzte Woche bekannt, dass der Kraftstoffverbrauch von 620.000 in Japan verkauften Kleinwagen überbewertet wurde. Das Unternehmen sagte, diese Täuschung sei "beabsichtigt", wurde aber zu diesem Zeitpunkt nicht näher ausgeführt. Jetzt heißt es, dass der Betrug auf japanische Testregeln zurückgeführt werden kann, die 1991 eingeführt wurden.

Zu diesem Zeitpunkt gab die japanische Regierung Regeln für einen „Ausrolltest“ heraus, um den Luftwiderstand eines Fahrzeugs zu bestimmen. Dies ist wichtig, da die Prüfung des Kraftstoffverbrauchs in einem Labor stattfindet, in dem Autos an einem Gerät namens Dynamometer befestigt sind, mit dem sie an Ort und Stelle fahren können. Eine berechnete Zahl für den Luftwiderstand muss wieder berücksichtigt werden, und Mitsubishi sagt nun, dass es eine alternative Methode verwendet hat, um diese Zahl zu bestimmen, anstatt die in den Regeln geforderte.

Laut einer Erklärung von Mitsubishi wurde ein „Hochgeschwindigkeits-Ausrolltest“ entwickelt, der letztendlich zu einem höheren Kraftstoffverbrauch führte als die von der Regierung vorgeschriebene Methode. Das Unternehmen stellt fest, dass ein Vergleich der beiden Methoden im Januar 2001 ergab, dass die Differenz 2,3 Prozent nie überschritt. Es wurde jedoch berichtet, dass die Überbewertung des Kraftstoffverbrauchs 5 bis 10 Prozent beträgt.

Der „Hochgeschwindigkeits-Ausrolltest“ wurde bis Februar 2007 angewendet, als Mitsubishi die Mitarbeiter anwies, die von der Regierung genehmigte Methode anzuwenden. Trotzdem haben die Mitarbeiter das illegale Testverfahren trotzdem weiter angewendet, so das Unternehmen. Autohersteller führen routinemäßig ihre eigenen Kraftstoffverbrauchstests durch, da Regierungsbehörden in den meisten Ländern nicht über die Mittel verfügen, um jedes neue Auto selbst zu testen.

Die Unterschiede im Kraftstoffverbrauch wurden letztendlich von Nissan entdeckt, der 468.000 der in den aktuellen Skandal verwickelten Autos unter seinem eigenen Markennamen verkaufte. Zu den betroffenen Modellen zählen der Mitsubishi eK Wagon und der eK Space sowie der Nissan Dayz und der Dayz Roox. Alle sind winzige Kei-Autos, die speziell für den japanischen Markt entwickelt wurden. Bisher wurden keine in den USA verkauften Autos in Mitleidenschaft gezogen.

Führungskräfte von Mitsubishi können bereits spüren, wie sich die Schrauben festziehen. Der Aktienkurs fiel um 15 Prozent, kurz nachdem das Unternehmen seine Täuschung aufgedeckt hatte, und die japanischen Bestellungen wurden Berichten zufolge halbiert. Die National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) hat letzte Woche auch Informationen zu den US-Modellen von Mitsubishi angefordert.